Stellungnahme der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat und der IG BCE zum Verkauf des Methacrylat-Verbundes (Madrid), der Evonik Industries AG.

Der Verkauf steht. Alle Forderungen der AN-Vertreter wurden erfüllt. Das ist ein großer Erfolg!

Im Rahmen der geplanten Veräußerung des MMA-Verbundes haben wir
seit einem Jahr intensive Gespräche geführt. Unser Ziel war und ist es,
dass unsere Kolleginnen und Kollegen, die von einem Wechsel betroffen
sind, mit entsprechender Sicherheit versehen, in neue Hände übergeben
werden.

Im Sommer 2018 konnten wir in einem Eckpunktepapier folgende
zentrale und für unsere Kolleginnen und Kollegen maßgebliche
Positionen vereinbaren, welche Bestandteil des Verkaufsprozesses
wurden:
Der Verkauf erfolgt im Rahmen eines Interessendreiecks
bestehend aus „Good Home“, Transaktionssicherheit und
Verkaufserlös“. Das heißt, die Überführung in ein „neues gutes
Zuhause“ muss gewährleistet sein und ein potentieller Erwerber
muss sich hierzu auf die bestehenden Rahmenbedingungen
verpflichten.
Der von uns favorisierte Weg des Übergangs, mit der Abbildung
einer GmbH im Evonik-Konzern, die dann an den Erwerber, in
Gänze verkauft wird, wurde vereinbart.
Dies gewährleistet, dass die bei uns geltenden Vereinbarungen zur
Tarifzugehörigkeit und zur Übernahme sämtlicher
kollektivrechtlicher Vereinbarungen mit den
Arbeitnehmervertretern, auf die neue GmbH übertragen werden.
Auf diesem Wege gelten alle Vereinbarungen, die jetzt Gültigkeit
haben, auch in Zukunft fort. Neben allen tarifvertraglichen
Ansprüchen sind vor allem zentrale, maßgebliche Vereinbarungen
z. B. bei der Altersversorgung, den Langzeitkonten, den
Bonusregelungen u. w. eingeschlossen. Auf diesem Wege ist es
uns gelungen, das Versprechen einer sozialverträglich und
menschlich anständigen Gestaltung erfolgreich in die Tat
umzusetzen.
Um unseren Kolleginnen und Kollegen größtmögliche Sicherheit
und Vertrauen zu geben, haben wir mit dem Vorstand einen
weitgehenden Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen
vereinbart. Dieser gilt bis zum 30. Juni 2023.
Die im Rahmen unseres Eckpunktepapiers vereinbarten Kriterien sind
jetzt auch zum Bestandteil des Kaufvertrages geworden und gehen somit
auf den Erwerber Advent über.
Der nächste Schritt ist der Betriebsübergang, der von GBR, GSpA und
IG BCE begleitet wird.
Auf diesem Wege haben Arbeitnehmervertreter, IG BCE und der
Vorstand aufgezeigt, dass vertrauensvolle Zusammenarbeit und
partizipative Gestaltung, auch bei schwierigsten Prozessen, zum Ziel
führt.

IG BCE                                                                          Evonik Industries AG

Edeltraud Glänzer   Frank Löllgen                       Martin Albers   Dr. Thomas Sauer

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