• 07.09.2017
  • Medieninformation
Pressemitteilung

Merck prüft Verkauf von Consumer Health

IG BCE fordert Sicherheiten

Mit Fassungslosigkeit hat die IG BCE die Nachricht aufgenommen, dass
Merck den Verkauf seiner Selbstmedikationssparte Consumer Health (CH)
prüft.

Seit Monaten ist Merck mit neuen Unternehmensstrukturen, Standortverlagerungen
und Standortschließungen in den Schlagzeilen. Merck baut
den Konzern grundlegend um. Bei der jetzigen Taktung an Maßnahmen
muss gefragt werden, was als Nächstes kommt. Jetzt ist ein Traditionsbereich
von Merck betroffen. Die Produkte von CH sind sehr profitabel und
vermitteln einen wichtigen Teil der öffentlichen Wahrnehmung von
Merck. Tradition ist offensichtlich kein Schutz mehr.

Jetzt geht es darum, sich um die Mitarbeiter bei CH zu kümmern. Am
Standort Darmstadt sind ca. 280 Mitarbeiter betroffen (weltweit geht es
um 3700 Beschäftigte). Die IG BCE wird den Prozess aktiv begleiten. „Für
uns stehen jetzt die Interessen der Beschäftigten im Vordergrund“ erklärt
IG BCE Bezirksleiter Jürgen Glaser. In einer ersten Besprechung haben sich
Betriebsrat und IG BCE darauf verständigt eine Best-Owner-Vereinbarung
mit dem Unternehmen anzustreben. Ziel soll es sein, frühzeitig darauf Einfluss
zu nehmen mit welchen Partnern Gespräche über eine strategische
Partnerschaft oder Übernahme geführt werden. „Uns geht es darum die
Sicherung der Arbeitsplätze und der gewohnten Arbeitsstandards aber
auch der Entwicklungsmöglichkeiten des Geschäfts als Entscheidungskriterien
zu verankern“, so Glaser.

Nach oben