• 01.10.2018
  • Medieninformation
Pressemitteilung / 01.10.2018

Einsatz der Betriebsräte hat sich gelohnt – Einigung bei Merck erzielt

Nach langen und harten Verhandlungen haben sich die Betriebsparteien bei der Merck Accounting und Solutions GmbH doch noch auf einen Sozialplan und einen Interessenausgleich geeinigt.

In der dritten Sitzung der Einigungsstelle standen die Verhandlungen kurz vor dem Scheitern. Unter Vermittlung der Muttergesellschaft und den Spitzen des Betriebsrats von Merck haben sich die Parteien im letzten Moment darauf verständigt nochmals Kompromisslinien auszuloten. Auf Basis dieser Gespräche konnte dann in der vierten und abschließenden Sitzung der Einigungsstelle eine einvernehmliche Regelung erzielt werden.

Ausgehend von den ersten Angeboten von Merck ist das jetzt erzielte Ergebnis ein großer Erfolg für die Beschäftigten“, so Jürgen Glaser, Bezirksleiter der IG BCE Darmstadt. Betriebsbedingte Kündigungen konnten zwar nicht ausgeschlossen werden, aber die Wahrscheinlichkeit eines Ausspruchs ist geringer geworden. Wir haben den Sozialplan so gestaltet, dass zunächst versucht werden soll die betroffenen Mitarbeiter auf alternative Arbeitsplätze im Mutterkonzern zu vermitteln. Sollte dies für einzelne Mitarbeiter nicht gelingen, so können die Mitarbeiter auf Basis attraktiver Bedingungen Aufhebungsverträge abschließen.

Nach außerordentlich schwierigen Verhandlung wurde wieder ein Weg gefunden der auf Verständigung setzt. „Es bleibt zu hoffen, dass dies in den kommenden Jahren die Grundlage für Veränderungsprozesse bei Merck bleibt“, so Glaser. Carola Knell, Betriebsratsvorsitzende der Merck Accounting stellt fest, dass ohne die Unterstützung der Belegschaft und die Geschlossenheit des Betriebsrats dieses Ergebnis nicht erzielt worden wäre. „Genauso wichtig waren aber auch unsere Beharrlichkeit und Konfliktbereitschaft, um die festgefahrene Situation zu lösen“, erklären Knell und Glaser übereinstimmend. Die IG BCE wird auch in Zukunft eng an der Seite der Beschäftigten und der Betriebsräte stehen“, so Glaser abschließend.

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