• 06.11.2018
  • Medieninformation
Pressemitteilung / 06.11.2018

BCM Mitarbeiter kämpfen weiter um ihre Arbeitsplätze

Nachdem Mitarbeiter der BCM Kosmetik aus Dietzenbach am 25. Oktober vor die Coty Zentrale nach Darmstadt gezogen waren, geht es am kommenden Mittwoch, den 7. November um 16 Uhr, vor die Zentrale von Cosnova, am Limespark 2, in 65843 Sulzbach bei Frankfurt. „Wir rechnen wieder mit einer sehr guten Beteiligung von 70 Kolleginnen und Kollegen“, so Jürgen Glaser, Bezirksleiter der IG BCE Darmstadt.

Die Mitarbeiter wollen auf die geplante Schließung ihres Werkes in Dietzenbach aufmerksam machen und auf die Art und Weise wie sie vom Fareva Konzern dabei behandelt werden. Potentielle Kunden der Fareva-Gruppe sollen wissen, mit wem sie ggf. Geschäfte machen.

Der Fareva-Konzern hatte im Herbst letzten Jahres BCM Kosmetik von der WBA-Gruppe gekauft. Nach wenigen Monaten wurde den Mitarbeitern mitgeteilt, dass das Werk im Oktober 2019 geschlossen werden soll. Betroffen sind mehr als 300 Arbeitsplätze.

Fareva hat bis heute verhindert, dass der Betriebsrat die Gründe für die geplante Schließung substanziell hinterfragen konnte. „Offensichtlich hatte Fareva dafür gute Gründe“, so Jürgen Glaser, „denn die vom Betriebsrat beauftragten Wirtschaftssachverständigen kommen zum Schluss, dass die Fortführung des Standortes mit vertretbarem Aufwand möglich ist.

„Das Verhalten von Fareva ist skandalös“, so Glaser. „Den Mitarbeitern wird die Chance auf Arbeitsplatzerhalt verweigert und gleichzeitig versucht sich Fareva so billig wie möglich aus der Affäre zu ziehen.“ Bisher lehnt Fareva jegliche Kostenübernahme für die Standortschließung ab. BCM Kosmetik müsse dies selbst finanzieren.“

Eine Einigungsstelle soll nun den Streit schlichten. Wir setzen darauf, dass zumindest dort Fareva die vielen noch offenen Fragen beantworten muss. Freiwillig rechnen wir nicht mehr mit einem Einlenken des Konzerns“, so Glaser.

Deswegen werden wir begleitend auch weiter den öffentlichen Druck auf Fareva erhöhen. Die Belegschaft hat noch lange nicht aufgegeben. Geschäfte auf Kosten der Mitarbeiter zu machen, darf sich nicht auszahlen, so Glaser.

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