• 12.07.2017
  • Medieninformation
Pressemitteilung / Bezirk Darmstadt

Schwarzer Tag für Merck Tochtergesellschaften / Reorganisation Life Science

Merck hat am 12. Juli bekannt gegeben, 4 Standorte in den kommenden Jahren schließen zu wollen. Dabei handelt es sich um Eppelheim, Hohenbrunn, Steinheim und Berlin. Die Standorte haben in Summe ca. 650 Beschäftigte. Hintergrund ist eine strategische Neuausrichtung der Life Science Aktivitäten in Deutschland.

Die Entscheidung ist von den betroffenen Betriebsräten auf Unverständnis gestoßen, denn die Standorte arbeiten durchweg erfolgreich. Merck glaubt, mit den Maßnahmen noch effizienter und noch besser auf Kundenwünsche orientiert reagieren zu können. Ob dies nicht auch aus bestehenden Strukturen entwickelt werden kann muss geprüft werden.

Die Betriebsräte haben ihre Standorte nicht aufgegeben und werden um deren Erhalt kämpfen. Sie erwarten vom Unternehmen, dass sie eine faire Chance erhalten, die geplanten Maßnahmen zu hinterfragen und ggf. alternative Vorschläge zu entwickeln. Dies ist umso notwendiger, als bis heute keine Diskussion mit den Betriebsräten über die Entwicklungsmöglichkeiten der Standorte im Zusammenhang mit der Reorganisation geführt wurde.

Jürgen Glaser, Unternehmensbetreuer der IG BCE für Merck, erklärt: "Für die IG BCE steht die Sicherung der Arbeitsplätze an erster Stelle der Agenda. Es gibt nicht nur eine Verantwortung gegenüber den Aktionären sondern auch gegenüber den Mitarbeitern. Dies gilt insbesondere wenn alleine aus strategischen Überlegungen Betriebe aufgegeben werden sollen."

Nicht jeder Beschäftigte kann die Mobilität aufbringen, um eine neue Beschäftigung zu finden. Das kann beispielsweise für langjährige Mitarbeiter das berufliche Aus bedeuten. Die gesamte Lebensplanung wird von heute auf morgen in Frage gestellt.

Bevor also über die Umsetzung der Maßnahmen und den Ausgleich der Nachteile für die Mitarbeiter gesprochen wird, muss das Reorganisationskonzept grundsätzlich überprüft werden.

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