• 30.01.2019
  • Medieninformation
Pressemitteilung

Merck Umbau geht weiter

Es war schon keine Überraschung mehr, als Merck heute weitere Reorganisationsmaßnahmen im Bereich der Business Services bekannt gab. Im Herbst 2018 berichteten wir ausführlich über die Auseinandersetzung um die geplante Verlagerung der Buchhaltung. Die heutige Ankündigung stellt die Fortsetzung der Ausgliederung von Service-Aktivitäten ins Ausland dar. Merck plant 250 Stellen nach Breslau, Manila, Bangalore, Montevideo bis 2021 zu verlagern.

Damit folgt Merck einem Trend zahlreicher Unternehmen. Ob die Maßnahmen notwendig sind, muss dennoch hinterfragt werden. Denn mit der Verlagerung von Serviceeinheiten geht oft auch Qualität und Zuverlässigkeit der Funktionen verloren und auch die vermeintlichen wirtschaftlichen Vorteile sind auf lange Sicht schwer festzumachen.

Im Vordergrund muss jetzt die Zukunft der betroffenen Mitarbeiter stehen. Im Gegensatz zur Buchhaltung handelt es sich bei den jetzigen Stellen um Beschäftigungsverhältnisse innerhalb der Merck KGaA, also dem Mutterunternehmen. Hier gilt bis Ende 2021 eine Beschäftigungssicherung, d.h. der Ausspruch betriebsbedingte Kündigung ist ausgeschlossen. "Was wir brauchen ist eine noch längerfristig angelegte Absicherung der Mitarbeiter, da in den kommenden Jahren mit weiteren Veränderungen im Unternehmen zu rechnen ist", so Jürgen Glaser Bezirksleiter der IG BCE Darmstadt.

„Die Merck KGaA hat am Standort Darmstadt genügend Möglichkeiten Mitarbeitern andere Stellen anzubieten, wenn der bisherige Arbeitsplatz entfallen ist“, so Glaser. Zwar wird Merck die bisherige KGaA in Schritten in operative Segmentgesellschaften (Pharma, Performance Materials, LifeScience) aufteilen. Aber ein Tarifvertrag der IG BCE mit Merck sichert die einheitliche Vertretung der Beschäftigten und ist die Grundlage für eine durchlässige Vermittlung von Mitarbeitern über die künftigen Teilgesellschaften hinweg.

Es bleibt weiteren Verhandlungen des Betriebsrats mit dem Unternehmen vorbehalten, wie sozialverträglich die Veränderungen umgesetzt werden können. Die Möglichkeiten dazu hat Merck.

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