• 07.08.2017
  • Medieninformation
Pressemitteilung

Merck gibt Verlagerung der Buchhaltung bekannt

Auf der heutigen Betriebsversammlung gab die Geschäftsführung der Merck Accounting Solutions & Services Europe GmbH bekannt Schritt für Schritt die Arbeitsplätze aus Darmstadt nach Breslau und Manila verlagern zu wollen.

Merck hatte bereits 2012 versucht die Buchhaltung vollständig zu verla-gern. Dies konnte durch Betriebsrat und Gewerkschaft erfolgreich verhin-dert werden. Obwohl es immer wieder Gerüchte gab, dass das Unterneh-men seine Absicht nicht aufgegeben hat, war die heutige Mitteilung ein Schock für die Mitarbeiter.

„Wir werden auch dieses Mal nicht aufgeben jede Maßnahme zu hinterfra-gen und nach Alternativen zu suchen“, erklärt Jürgen Glaser, Bezirksleiter der IG BCE Darmstadt und Unternehmensbetreuer der Merck-Gruppe.

Soweit Verlagerungen nicht verhindert werden können ist der Konzern in der Pflicht den Mitarbeitern gleichwertige Arbeitsplätze in der Gruppe vor-nehmlich in Darmstadt anzubieten. Der Ausspruch betriebsbedingter Kün-digungen muss auf jeden Fall verhindert werden.

Mit der Buchhaltung ist nun innerhalb weniger Wochen der sechste Be-trieb der Merck-Gruppe in Deutschland von Standortschließung bis Teil-verlagerung betroffen (Steinheim, Eppelheim, Hohenbrunn Berlin und Wiesbaden). Zählt man die betroffenen Mitarbeiter zusammen kommt man auf ca. 850 Beschäftigte.

Die IG BCE koordiniert ihre Aktivitäten an den Standorten, um für die Be-schäftigten die bestmögliche Lösung erreichen zu können. Das geht nur, wenn man die Gesamtstrategie von Merck im Blick hat. „Deshalb muss es auch im ersten Schritt darum gehen die Entscheidungen selbst auf den Prüfstand zu stellen“, so Glaser.

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